Snarky Puppy

Montag 24. Juni 2019 | 19.30 Uhr | Globe Wien (bei der Marx Halle) | presented by Radio Superfly

Foto: Snarky Puppy MGMT

Snarky Puppy, die aus einer Vielzahl von Brooklyner Anarchisten bestehende Musiktruppe, sind der lebende Beweis dafür, dass viele Köche den Brei keinesfalls verderben müssen. Ihre Musik enthält mindestens so viele gehaltvolle Schichten wie eine echte italo-amerikanische Lasagne. Dieses Fusion/Jazzrock-Kollektiv besteht aus bis zu 40 Mitgliedern, die in wechselnden Line-Ups miteinander unter dem Signet Snarky Puppy auftreten. Besetzungsmäßig gibt es also ein ständiges raus und rein. Gastmusiker miteingeschlossen.

So honorige Instrumentalisten wie Roy Hargrove und Marcus Miller, aber auch Gesangsgranden von Gospelröhre Kirk Franklin über R&B-Queen Erykah Badu bis hin zu Justin Timberlake arbeiteten schon mit Snarky Puppy. Selbst der entspannteste Gangsterrapper der Musikgeschichte, Snoop Dogg, nennt sie „my nephews“. Das tut er nur bei Kollegen, die er wirklich schätzt. 2004 gegründet und bis zum heutigen Tage geleitet wird die sich permanent wandelnde Kombo vom Bassisten und Komponisten Michael League.

Ein Highlight ihres Schaffens nannte sich „Family Dinner Vol. 2“. Schon der Titel ließ auf Relaxtheit schließen. Und wahrlich, da überlappten sich friedlich Funk-, Afro- und Soulpassagen, da tönten Jazzhörner und begnadete Weltmusikstimmen von Salif Keita bis Susana Baca. Brasilianische und schwedische Instrumentalisten und der Jazzgitarrist Charlie Hunter sorgen für mannigfaltigste Stimmungen. Sogar Althippie David Crosby sang hier mit.

Das vorletzte Snarky-Puppy-Album „Culcha Vulcha“, das übrigens mit einem Grammy ausgezeichnet wurde, veröffentlichte die Kombo 2016. Heuer brachten sie ihren nächsten Wurf heraus: auf dem Studioalbum „Immigrance“ dreht sich alles um Bewegung. Die Idee hierfür war, dass alles fließend ist, alles immer in Bewegung ist und wir uns alle in einem konstanten Zustand der Migration befinden. Live strahlen Snarky Puppy jedenfalls eine geradezu magische Animalität aus. Ein Labsal in Zeiten steriler Hitparadenkonfektionsware!