Wien Energie-Open Air: UB40 | Waldeck | The Max. Boogaloos

Samstag 29. Juni 2019 | 16.00 Uhr | Wien Energie-Welt Spittelau

TICKETS NUR 2,– € !
Karten erhältlich bei WIEN-TICKET Tel. 01 58885, online und in der Wien Energie-Welt Spittelau, Spittelauer Lände 45, 1090 Wien

 

UB40

Sänger Alistair Ian Campbell, genannt Ali, gründete die Band 1978 nach mehreren Jahren der Arbeitslosigkeit in Birmingham. Die Instrumente finanzierte er mit einem aus einer Pubschlägerei resultierenden Schmerzensgeld. Der Bandname ist einem Formular entliehen, mit dem man Arbeitslosengeld in Großbritannien beantragt: Unemployment Benefit Form 40, kurz UB40. Ihre ersten Probeaufnahmen fanden Gnade bei Radio-DJ-Legende John Peel. Schon ihr erstes offizielles Album „Signing Off“ erreichte 1980 Platz 2 der UK Charts. Zwei Jahre später erreichte man zum ersten Mal die Topposition mit „Labour Of Love“.

Zunächst war das Erfolgsrezept, jamaikanischen Stilen wie Rocksteady, Ska und Dub einen semmelweißen Twist zu geben, ohne Streetcredibility einzubüßen. In späteren Jahren, u.a. mit der Neil-Diamond-Kompositon „Red Red Wine“ begab man sich – noch erfolgreicher – in Richtung Mainstream-Pop. Dieses Lied durfte man 1988 bei einem Konzert zugunsten von Nelson Mandela in Südafrika live spielen. 2008 stieg Ali Campbell aus der Band aus, Bruder Duncan übernahm das Mikrophon und nahm u.a. mit „Getting Over The Storm“ ein Album unter dem Signet UB40 auf, das sich unsterblichen Melodien amerikanischer Countrymusik öffnete.

Zu den Highlights zählten reggaefizierte Versionen von Stücken wie „Crying“, das u.a. Ray Charles berühmt gemacht hat oder auch „Midnight Rider“ von Gregg Allmann. Bei ihrem Auftritt in Wien ist ein packendes Best-Of-Programm zum 40-jährigen Bandjubiläum zu erwarten.

 

Waldeck

Waldeck ist der Nom de Plume von Klaus Waldeck, wenn er Musik macht. Der 1966 geborene studierte Jurist zählt seit 2001 zu den Eleganz und Subversion verbindenden Kräften, die Wien auf die Landkarte der elektronischen Musik geschrieben haben. Mit seiner delikaten Mischung aus Swing und Trip-Hop wurde er mit Alben wie „Ballroom Stories“ zur internationalen Sensation. Zuletzt hat er sich auf „Gran Paradiso“ mit der musikalischen Dramatik des Spaghetti-Western und auf „Atlantic Ballroom“ mit dem hochfliegenden Gestus von imaginären James-Bond-Soundtracks beschäftigt.

Die Pausen zwischen seinen perfekten Alben sind keine kurzen. Er braucht zwar nicht Jahrzehnte, wie der französische Musiker St. Germain, aber sechs bis acht Jahre können schon zwischen seinen Produktionen vergehen. Untätig ist Waldeck dabei aber nie. Er nimmt sich auch reichlich Zeit sich zu verzetteln. Die Öffentlichkeit kriegt Halbgares von seiner Seite allerdings nie mit. Waldeck, ein Perfektionist der Sonderklasse, ediert ausschließlich makellose Tonträger. Seine Kunst hing immer schon auch mit der richtigen Auswahl der Sängerin zusammen. Mit Saint Privat, dem charmanten Elektro-Chanson-Projekt, das er mit Valerie Sajdik realisierte, erarbeitete er sich eine treue Fan-Basis in Frankreich. Mit dem swingenden „Ballroom Stories“, das von den betörenden Vokalistinnen Joy Malcolm und Zeebee entscheidend mitgeprägt wurde, eroberte er dann die angelsächsische Welt. Auf „Gran Paradiso“ präsentierte er mit Heidi Moussa-Benammier eine aufregende neue Stimme.

Und beim aktuellen Opus „Atlantic Ballroom“ teilen sich wiederum Joy Malcolm und Patrizia Ferrara die vokalen Aufgaben. Waldeck betört abermals mit einer delikaten Mischung aus analogen und elektronischen Sounds. Viele seiner Songs wurden in internationalen Werbekampagnen von renommierten Firmen verwendet. Was auch kein Schaden war.

 

The Max. Boogaloos

The Max. Boogaloos sind ein Projekt von zwei Giganten des heimischen Funk. Christian Roitinger, Trompeter und Gründungsmitglied der Funk-Formation Hot Pants Road Club und Markus Ecklmayr, besser bekannt als Max the Sax von Parov Stelar, haben sich zusammengetan, um mit einer hochkarätigen Rhythmusgruppe dem treibenden Sechzigerjahre-Stil Boogaloo neues Leben einzuhauchen. Die vital von Markus Marageter gespielte Hammondorgel spielt in dieser Band neben der dynamischen Bläsersektion eine weitere Hauptrolle. Das „Max.“ im Namen steht jedenfalls für Maximalität an Energie und Soulfulness. Zudem hat man sich stilsicher eine rot-weiß-blaue Kokarde als Bandlogo gewählt. Damit kann nichts mehr schiefgehen.